Doktorandin Julia Kölbl und das Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft laden herzlich ein zur Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts:
Frauen-Translation-Aktivismus in deutschsprachigen Ländern, 1848–1933
WANN: 23.06.2026, 18:30
WO: UNICORN Conference Deck (Schubertstraße 6a, 8010 Graz)
Die Veranstaltung widmet sich den historischen Frauenbewegungen im deutschsprachigen Raum von 1848 bis 1933. Im Mittelpunkt steht eine Praxis, die oft übersehen wird: das Übersetzen. Viele Aktivistinnen übersetzten damals frauenpolitische und gesellschaftskritische Texte ins Deutsche. So wurden feministische Forderungen, neue Aktionsformen und politische Ideen über Sprach- und Landesgrenzen hinweg verbreitet. Zugleich prägten diese Übersetzungen die Frauenbewegung im deutschsprachigen Raum selbst: Sie gaben ihr neue Impulse, schufen internationale Bezüge und trugen zu ihrer Mobilisierung bei. Die Veranstaltung zeigt diese Zusammenhänge anhand konkreter Übersetzungsbeispiele und wichtiger Etappen in der Geschichte der Frauenbewegungen. Dabei wird sichtbar: Übersetzen brachte diese Bewegungen entscheidend voran. Ausgewählte Textpassagen aus Briefen und Schriften einzelner Aktivistinnen werden von Schauspielerinnen gelesen und lassen Stimmen dieser Zeit erneut hörbar werden.